Abnehmen mit Jane Uhlig im Seehotel Niedernberg, Fotografin: Katerina Gottesleben

Jane Uhlig: Kilos adé – So lasst Ihr die Pfunde purzeln

Schlank sein und schlank bleiben von Fitness-Coach Jane Uhlig

Fakt ist: Übergewicht ist vermutlich die gefährlichste, globale Epidemie. Jeder möchte natürlich ein Leben lang mit einem schlanken Körper leben. Denn nicht die Kalorienmenge oder wie viel Sport wir treiben, ist ausschlaggebend dafür, ob wir schlank oder dick sind, abnehmen oder trotz Diäten mollig bleiben. 90 Prozent der Abnehmwilligen wiegen sogar mehr – als vor dem Diät-Versuch. Sie sind Opfer des gut bekannten Jojo-Effekts.

 

 

 

 

 

 

Dauerhaft Abnehmen – So klappt’s!

Auf jeden Fall bedeutet Übergewicht, dass man mehr isst als man verbrennt. Darauf müssen wir achten. Kurz zur Ernährung: Hilfreich ist, vor jeder Mahlzeit ein Glas Wasser mit Apfelessig zu trinken, 2 bis 3 Esslöffel. Denn das kurbelt enorm die Fettverbrennung an, zügelt den Appetit und regt den Stoffwechsel an. Heißhunger bekommst du damit auch nicht. Ich mache das jeden Tag und habe, seit ich 16 Jahre alt bin, das gleiche Gewicht. Weiterhin soll Apfelessig angeblich auch eine gesundheitsfördernde Wirkung haben.

Noch eins: Wusstest du auch, dass nicht Sport die meiste Energie verbrennt, sondern geistige Arbeit? Es kommt natürlich darauf an, wie anstrengend du geistig arbeitest – also keine geistige Routine! Beim Zumba tanzen hast du beides: Bewegung und Gehirnjogging. Deshalb lohnt es sich, zur Zumba-Musik zu bewegen.

Übrigens: Jeder zweite, der abnimmt, nimmt wieder zu. Das wollen wir natürlich nicht! Eins ist Fakt: Negative Emotionen wirken auf den Stoffwechsel – und das Ergebnis sind dann oft Fett-Rundungen oder Kummerspeck. Daher musst du mal darauf achten, wann du zu viel isst und warum eigentlich. Der Einfluss des eigenen Bewusstseins – und noch mehr des Unterbewusstseins – auf unsere Figur steht zunehmend im Mittelpunkt von Forschungen. Die Erkenntnisse zeigen ganz deutlich: Es gibt einen engen Zusammenhang zwischen Geist und Körper, zwischen Gewicht und Bewusstsein. Das heißt im Klartext: Nur über unsere innere Einstellung können wir dauerhaft schlank werden und vor allem bleiben. Denn der erste Schritt zum erfolgreichen Abnehmen ist, ein klares Ziel zu definieren. „Bis Ende April will ich 5 Kilo abnehmen“ oder „In 6 Wochen will ich wieder in meine Jeans passen“.

Hier kann Abnehm-Hypnose sehr erfolgreich sein. Das heißt, ich programmiere mein Unterbewusstsein so, dass ich nur die Hälfte esse oder meinen Stoffwechsel auf jung programmiere. Also mentales Training hilft sehr, aber dazu gehört etwas Übung, denn das ist keine Zauberei.

Übrigens sind 53 Prozent der Frauen und sogar 67 Prozent der Männer in Deutschland zu dick. Das Problem wächst im Alter. Je älter Menschen werden, umso weniger Sport treiben sie. Aber es ist nie zu spät. Wer sich regelmäßig bewegt, steigert seine Kondition und die Fähigkeit des Körpers, Fett zu verbrennen. Grundsätzlich ist jeder Sport gut, der Spaß macht. Freude an der Bewegung ist wichtiger, als Kalorien zu vernichten. Ausdauersport wie Laufen oder Radfahren baut zwar ordentlich Fett ab, regt aber das Muskelwachstum nur begrenzt an. Weil mehr Muskelmasse mehr Energie verbraucht, ist zusätzliches Krafttraining empfehlenswert. Dafür muss man nicht Gewichte stemmen. Zweimal 20 Minuten pro Woche Krafttraining mit der Langhantel, Kurzhanteln oder dem Eigengewicht reichen völlig aus. Ich empfehle immer wieder Sportkurse in den Fitnessstudios, die Spaß machen. Profi-Trainer motivieren dabei ordentlich ihre Teilnehmer.

Wie sollte man sich ernähren? Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Ein gesundes Frühstück, das vor allem eiweißreiche Lebensmittel enthält, verringert den Hunger und erhöht das Sättigungsgefühl den ganzen Tag über. Auch Fette machen satt. Sie gehören unbedingt zu einer gesunden Ernährung. Ich spreche hier von gesunden Fetten wie einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren oder Omega-3-Fettsäuren, die zum Beispiel in Olivenöl, Walnüssen oder Lachs enthalten sind. Sie lösen ein Sättigungsgefühl aus. Was zudem gut ist: Ändere die Speisefolgen. Zuerst Gemüse, dann eiweiß- und zuletzt stärkehaltige Lebensmittel. Diese einfache Regel funktioniert, weil Gemüse sowohl sättigt als auch nahrhaft ist. Außerdem hat es weniger Kalorien als Fleisch und Nudeln. Proteine tragen ebenfalls zum Sättigungsgefühl bei. „Je satter du bist, desto weniger isst du”: Obst und Nüsse zum Frühstück, Salat mittags mit Thunfisch oder Bohnen verfeinern, und nachmittags Karotten mit Hummus-Dip, einem arabischen Klassiker aus pürierten Kichererbsen.