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Musik legal downloaden

Musik legal downloaden

Die Zeiten, wo man beim Erscheinen eines neuen Songs oder eines neuen Albums des Lieblingsinterpreten in einen Schallplattenshop eilte, um diesen so rasch wie möglich zu erwerben, sind längst vorbei. Heute wird auch das Streamen und Downloaden von Musiksamplern über das Internet praktiziert. Es muss nicht der illegale Download sein, der für vorprogrammierten Ärger sorgt. Die Vielzahl der Anbieter, bei denen musikinteressierte Fans die gewünschte Musik mit einem Mausklick aus dem Netz ziehen kann, wächst enorm.

 

Die Schnelllebigkeit hat aber auch einen entscheidenden Nachteil: Künstler müssen heute lange warten, ob sich ihr Debüt für die Plattenfirmen lohnt, denn die Konkurrenz ist riesengroß. Wer die Aufmerksamkeit in den sozialen Medien auf sich zieht, führt. Umso wichtiger ist deshalb, es musikalischen Fans so einfach und unkompliziert wie möglich zu machen. Diverse Plattformen bieten eine praktische Anleitung für den Download der favorisierten Musik. Außerdem ist die Reichweite des Internets eine unübersehbare Kraft.

Strafen für einen illegalen Download

Das Risiko erwischt zu werden, ist nicht allzu groß. Das denken viele und irren sich möglicherweise. Es gibt mittlerweile einige Präzedenzfälle in Deutschland. Die Strafen der Musikindustrie belaufen sich dann, gemessen an der Zahl der heruntergeladenen Songs und Filme, auf Pauschalzahlungen in der Höhe zwischen 3.000 bis 10.000 Euro. Abgesehen von der nicht zu unterschätzenden Strafe macht man sich damit auch strafbar gemäß § 106 des Urheberrechtsgesetzes. Hier werden entweder eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren fällig. Angesichts dieser Zahlen und Fakten überlegt es sich der eine oder andere Jugendliche vielleicht doch, ob sich legale Downloads besser rentieren.

Man sollte tatsächlich abwägen, ob die paar Euro für eine brandneue DVD oder CD es wert sind, ein solches Risiko einzugehen und hohe Strafen zu bezahlen. Oftmals trifft es Kinder unter 14 Jahren, die stolz von illegalen Downloads im Freundeskreis berichten.

Empfehlenswerte Quellen für Downloads

Günstige oder sogar kostenlose Download-Abos wie Spotify oder iTunes zaubern coole Töne in die Wohnung oder auf das Smartphone. 2013 betrug die Zahl der Deutschen, die über das Internet Musik gehört haben oder sich Musik als MP3 Files heruntergeladen haben, knapp über 10 Millionen, Tendenz steigend. 2016 betrug der Anteil bereits 11,06 Millionen laut entsprechenden Statistiken. Die Zahlen beziehen sich auf Personen ab einem Alter von 14 Jahren. Besonders Jugendliche nützen das Smartphone als stets griffbereite Musikquelle.

 

Die Zahl der illegalen Downloads einzelner Musiktitel hingegen erreichte im Jahr 2004 383 Millionen. 2010 luden nur noch 185 Millionen User illegal Musik hinunter. 2016 erreichten die Umsätze mit Downloads rund 194 Millionen. Allerdings werden in dieser Statistik alle unkommerziellen wie kommerziellen und illegalen Downloads von Software, Apps sowie Büchern, Filmen und Musik berücksichtigt. 9,15 Millionen deutsche Onlinekäufer laden sich sogar kostenpflichtig Musikstücke aus dem Netz.

Legale kostenlose Downloads

Bei vielen Downloads stößt man wohl rasch auf Definitionen wie freie Lizenz oder Creative Commons, der viele Künstler für eine Veröffentlichung zugestimmt haben. Dabei verbleiben die Rechte an dem Song beim Urheber, währen private Nutzer davon profitieren. Viele Portale bieten Musikdateien zum Download, während sogenannte Link-Services hilfsbereit auf einen Pfad für den Download führen.

 

Kostenlose Alternativen wie MyVideo, Clipfish, YouTube oder tape.tv versprechen diverse Angebote. Genau informieren, bevor man zustimmt, denn nicht immer ist ein tatsächlicher direkter Download möglich. Eine erweiterte Suche liefert wertvolle Unterstützung, wenn nach bestimmten Kategorien von Musik oder speziell nach Musikvideos gesucht wird. Diese Streamingdienste finanzieren sich über die Werbeeinnahmen. Als Kunde willigt man also ein, dass Werbespots abgespielt werden. Ein Überspringen ist meist nicht möglich.

 

Natürlich ist das Angebot einer werbefreien Plattform reizvoll, denn schließlich freut man sich auf einen neuen Song und möchte nicht unnötig Zeit vergeuden. Der einzige Nachteil solcher Plattformen ist mitunter, dass bekannte Stars eher rar gesät sein. Doch auf diese Art und Weise entdeckt man mitunter einen unbekannten Interpreten, dessen Musik sich durchaus in die Riege der eigenen Favoriten einreihen lässt – kostenlos dazu. Außerdem ist man topinformiert, was sich in der Musikbranche generell tut.

Die Bedienung der Anbieter für kostenlose, legale Downloads

Das Angebot ist recht unterschiedlich und variiert von Anbieter zu Anbieter. Manche bieten an, den Zugang für 30 Tage kostenlos zu testen und werben mit der schnellsten Flatrate beim legalen Download. Oftmals wird bei einem angemeldeten Konto ein Downloadvolumen von 600 Gigabyte angeboten. Wer also die neuesten und richtig angesagten Hits sucht, sollte sich gut informieren, um das beste Angebot für seinen Musikgeschmack zu finden.

 

Weitere Alternativen sind der kostenlose YouTube-Downloader und –Converter, mit dem man den brandneuen Song über das Portal von YouTube  bezieht, ohne den Song kostenpflichtig zu erwerben. Der Converter ist ideal für MP3 Dateien, wandelt aber auch Formate wie OGG, WMA, AAC, VLAC oder M4A erfolgreich um. Aufgrund des enormen Speicherplatzes ist jedoch die Umwandlung für das Smartphone via MP3 sinnvoll. Rechtlich sieht die Sache so aus: YouTube ist eine ganz normale Plattform und bietet an Musikspuren downzuloaden. Einzige Voraussetzung für die Nutzung ist es, darauf zu achten, dass keine Verletzungen gegen das Urheberrecht ausgeübt werden. Die Vorteile der rasant schnellen Downloads liegen in direkter Verfügbarkeit von Musik jedes Genres.

Vorteile Musik-Download vs. Streaming

Beim Streaming kann es aufgrund einer instabilen Internetverbindung zu einer unerwünschten Unterbrechung mitten beim Genuss des neuen Songs kommen. Das MP3 kann kopiert und an den verschiedensten Orten gleichzeitig gehört werden. Bei einer Masse von MP3 Files auf der Speicherplatte kann nichts passieren. Eine gewisse Anzahl von Songs können im WLAN vorgepuffert werden und schonen die mobile Datenflatrate. Seriöse Portale erlauben sogar die Verbreitung, Kopierung und Vorführung der MP3-Dateien, ohne dass man strafrechtliche Konsequenzen befürchten muss.